Siebter Dezember

Gedankenlos
dem Horizont
entgegenjagen und doch
nur enttäuscht werden vom
Weltenrand.

Was hält der Horizont für uns bereit? Diese eine Linie, die wir, egal wie sehr wir uns bemühen, nie überschreiten werden. Diesen Rand, den wir nie erreichen werden, egal wie sehr wir uns abplagen?

Drachensteigen
Kreise ziehen
über der Stadt
dem silbernen Horizont entgegen
fliegen.

Silbernes Schimmern lädt uns ein, dass wir unseren Horizont dennoch erkunden. Vielleicht auch bloß unseren geistigen Horizont. Die Metapher, der wir uns jeden Alltag geschlagen sehen. Bloße Kräfte prallen aufeinander, und der Schwächere verliert.

Nebelwand
verschlingendes Nichts
das sanft über
die Ränder der Welt
streicht.

Manchmal sehen wir unser Leben vor lauter Nebel nicht. Manchmal geben wir uns vorzeitig geschlagen, oder sehen uns einer Wand gegenüber, die uns unüberwindbar scheint. Diese Wand, die zum Sinnbild unseren Lebens wird. Ein Leitmotiv in jedem Augenblick, bis sie uns schließlich ganz einvernimmt.

Tagelang
stehe ich
hier und warte
auf den letzten, nie zu Ende
gehenden Augenblick,
der kommen wird.

Doch irgendwann läuft das Leben einfach so. Wenn alles um uns herum, jeder Kieselstein, seinen rechten Platz gefunden hat, und sei es nur für einen Moment. In diesem Moment jedoch, ist das Universum ganz in Balance. Und es scheint, als könnten wir alles, was wir nur wollen, erreichen. Und sei es den Mann im Mond zu besuchen, oder über die Milchstraße zu balancieren.
Wir werden es schaffen, weil es die Kraft in uns selbst ist, die uns beflügelt.

Ein Kästchen von @bluehirsch

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